Beamion BCGC-1Rekrutierend

Untersuchung des neuen Medikaments Zongertinib allein und in Kombination mit anderen Therapien bei verschiedenen fortgeschrittenen HER2-positiven Krebserkrankungen

Geschlecht
Frauen und Männer
Alter
ab 18 Jahren
Studienart
Interventionell
Therapielinie
Rezidiv / refraktär
Phase
Phase I/II

Worum geht es in dieser Studie?

Bei verschiedenen fortgeschrittenen Krebserkrankungen mit einer Überexpression des HER2-Rezeptors auf den Tumorzellen werden neue zielgerichtete Therapien untersucht, um die Behandlungsmöglichkeiten zu erweitern. Ziel der Beamion BCGC-1-Studie ist es, eine geeignete Dosierung des neuen Wirkstoffs Zongertinib zu finden und zu untersuchen, ob dieser allein oder in Kombination mit anderen Medikamenten die Tumore verkleinern kann. Frauen und Männer ab 18 Jahren mit metastasiertem (in andere Körperregionen gestreutem), HER2-positivem Brustkrebs, Magen- oder Speiseröhrenkrebs (Adenokarzinom) oder Darmkrebs, bei denen eine vorherige Behandlung nicht mehr wirksam war, können an dieser Studie teilnehmen.

Studienablauf

Voraussetzungen

Diagnose: Brustkrebs, Magenkrebs, Krebs der Speiseröhre, Darmkrebs

Alter: ab 18 Jahren

Therapielinie: Rezidiv / primär refraktär

Wichtige Einschlusskriterien: HER2-positiv (überexprimiert und/oder amplifiziert), metastasiert, nach Vorbehandlung fortgeschritten

Zuteilung

Randomisierung

Behandlung

Nachbeobachtung

50 Monate

Ausführliche Beschreibung

Brustkrebs (Mammakarzinom), Magenkrebs (Magenkarzinom), Krebs der Speiseröhre (Ösophaguskarzinom) und Darmkrebs (kolorektales Karzinom) sind bösartige Erkrankungen, bei denen es im fortgeschrittenen oder metastasierten Stadium zu einer Ausbreitung des Tumors in andere Körperbereiche kommen kann. Bei einigen dieser Tumore findet sich eine Überexpression oder Veränderung des HER2-Rezeptors auf der Zelloberfläche, der das Wachstum der Krebszellen fördert. Gegen HER2-positive Tumore stehen je nach Krebsart bereits zugelassene Medikamente wie Trastuzumab oder die Antikörper-Wirkstoff-Konjugate Trastuzumab-Deruxtecan (T-DXd) und Trastuzumab-Emtansin (T-DM1) zur Verfügung, die als Infusion über die Vene (intravenös) verabreicht werden. Wenn die Erkrankung jedoch trotz dieser Therapien fortschreitet, werden neue Behandlungsoptionen benötigt. Zongertinib ist ein oral als Tablette einzunehmender, selektiver HER2-Tyrosinkinasehemmer, der an den HER2-Rezeptor bindet und dadurch das Wachstumssignal der Krebszellen gezielt blockieren soll. Das Medikament ist bisher noch nicht zur Behandlung der in dieser Studie untersuchten Erkrankungen zugelassen. Ziel der vorliegenden Phase-1b/2-Studie ist es, eine geeignete Dosierung des neuen Wirkstoffs Zongertinib zu finden und zu untersuchen, ob dieser allein oder in Kombination mit anderen Medikamenten die Tumore verkleinern kann. Die Studie ist offen (nicht verblindet), das heißt Studienärzt*innen und Patient*innen wissen, welches Medikament verabreicht wird. In Phase 1b (Dosiseskalation) wird untersucht, welche Dosierung von Zongertinib in Kombination mit verschiedenen anderen Medikamenten gut verträglich ist. In Phase 2 (Dosisoptimierung) werden die Patient*innen nach dem Zufallsprinzip aufgeteilt (randomisiert), um verschiedene Dosierungen miteinander zu vergleichen. Es gibt mehrere Studienarme, in denen Zongertinib entweder allein oder in Kombination mit Trastuzumab-Deruxtecan, Trastuzumab-Emtansin, Trastuzumab (allein oder zusammen mit Capecitabin, das als Tablette eingenommen wird), Zanidatamab oder dem Chemotherapieschema mFOLFOX6 (als Infusion verabreicht, mit oder ohne Trastuzumab) untersucht wird. Patient*innen ab 18 Jahren mit metastasiertem, HER2-positivem Brustkrebs, Magen- oder Speiseröhrenkrebs (Adenokarzinom) oder Darmkrebs können an dieser Studie teilnehmen. Voraussetzung für die Teilnahme ist unter anderem, dass die Erkrankung nach einer vorherigen Behandlung fortgeschritten ist (bei Brust-, Magen- und Speiseröhrenkrebs nach einer gegen HER2 gerichteten Behandlung) und die Patient*innen in einem ausreichenden Allgemeinzustand sind.

Fakten

  1. Welche Erkrankung: Brustkrebs, Magenkrebs, Krebs der Speiseröhre, Darmkrebs
  2. Krebsmerkmale: HER2-positiv (überexprimiert und/oder amplifiziert), Adenokarzinom (bei Magen- und Speiseröhrenkrebs), metastasiert, nach Vorbehandlung fortgeschritten
  3. Was untersucht die Studie: Zongertinib allein und in Kombination mit verschiedenen anderen Medikamenten (Trastuzumab-Deruxtecan, Trastuzumab-Emtansin, Trastuzumab, Capecitabin, Zanidatamab, mFOLFOX6)
  4. Ziel der Studie: eine geeignete Dosierung von Zongertinib finden und prüfen, ob der Wirkstoff allein oder in Kombination Tumore verkleinern kann
  5. Studiendauer: Behandlung in Zyklen, Gesamtstudie voraussichtlich bis Januar 2029 (ca. 4 Jahre)
  6. Studienmerkmale: Phase-1b/2-Studie, offen (nicht verblindet), teilweise nach dem Zufallsprinzip aufgeteilt (randomisiert), sequenzielles Design, mehrere Behandlungsgruppen

Studienzentren

6 Studienzentren in Deutschland sind verzeichnet.

  • Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

    Fetscherstrasse 74, 01307 Dresden

    Rekrutierend
  • Universitätsklinikum Erlangen

    Universitaetsstrasse 21-23, 91054 Erlangen

    Rekrutierend
  • KEM I Evang. Kliniken Essen-Mitte gGmbH

    Henricistrasse 92, 45136 Essen

    In Vorbereitung
  • Asklepios Klinik Wandsbek

    Paul-Ehrlich-Strasse 1, 22763 Hamburg

    Rekrutierend
  • Universitätsklinikum Mannheim Gmbh

    Theodor-Kutzer-Ufer 1-3, 68167 Mannheim

    In Vorbereitung
  • Universitätsklinikum Ulm

    Ulm

    In Vorbereitung

Diese Liste ist nach bestem Wissen zusammengestellt, aber ohne Gewähr: Sie kann unvollständig sein, und der Rekrutierungsstatus eines Zentrums kann sich jederzeit ändern.

Medizinische Redaktion

  • Dr. med. Sebastian SommerFacharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie
  • PD Dr. med. Matthias FröhlichFacharzt für Innere Medizin, Immunologie, Notfallmedizin

Diese Beschreibung basiert auf dem öffentlichen Studienregister (NCT06324357) und wurde von unserer medizinischen Redaktion in verständliche Sprache übertragen. Ob eine Teilnahme für Sie infrage kommt, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.