Weiterbehandlung mit Dabrafenib und/oder Trametinib nach vorheriger Studie bei Krebserkrankungen mit BRAF-V600-Mutation
- Geschlecht
- Frauen und Männer
- Alter
- 18–100 Jahre
- Studienart
- Interventionell
- Therapielinie
- Erstlinie
- Phase
- Phase IV
Worum geht es in dieser Studie?
Verschiedene Krebserkrankungen wie das Melanom (schwarzer Hautkrebs), nicht-kleinzelliger Lungenkrebs oder hochgradige Gliome (bösartige Hirntumoren) können eine bestimmte genetische Veränderung aufweisen, die sogenannte BRAF-V600-Mutation. Diese genetische Veränderung kann ein Ansatzpunkt für eine gezielte Behandlung sein. Ziel dieser Studie ist es, die Langzeitsicherheit und -verträglichkeit der Wirkstoffe Dabrafenib und/oder Trametinib bei Patient*innen zu untersuchen, die diese Medikamente bereits in einer früheren klinischen Studie erhalten haben und weiterhin davon profitieren. Patient*innen ab 18 Jahren mit einer BRAF-V600-mutierten Krebserkrankung, die aktuell in einer vorhergehenden Studie von Novartis oder GSK mit Dabrafenib und/oder Trametinib behandelt werden, können an dieser Studie teilnehmen.
Studienablauf
Voraussetzungen
Diagnose: Melanom, Lungentumoren, Solide Tumoren, Seltene Tumoren, Hirntumoren
Alter: 18–99 Jahre
Therapielinie: Unabhängig von Therapielinie
Wichtige Einschlusskriterien: BRAF-V600-Mutation
Zuteilung
Behandlung
Nachbeobachtung
Diagnose: Melanom, Lungentumoren, Solide Tumoren, Seltene Tumoren, Hirntumoren
Alter: 18–99 Jahre
Therapielinie: Unabhängig von Therapielinie
Wichtige Einschlusskriterien: BRAF-V600-Mutation
Ausführliche Beschreibung
Bei der BRAF-V600-Mutation handelt es sich um eine Veränderung im BRAF-Gen, die dazu führt, dass ein bestimmter Signalweg in den Zellen (MAPK-Signalweg) dauerhaft aktiviert ist. Dadurch kann unkontrolliertes Zellwachstum begünstigt und somit das Tumorwachstum gefördert werden. Diese Mutation kann neben anderen genetischen Veränderungen bei verschiedenen Krebsarten vorkommen, unter anderem beim schwarzen Hautkrebs (Melanom), beim nicht-kleinzelligen Lungenkrebs und bei seltenen Tumoren wie hochgradigen Gliomen. Die beiden Studienmedikamente sind zielgerichtete Medikamente. Dabrafenib (Handelsname: Tafinlar) ist ein BRAF-Hemmer, der gezielt das veränderte BRAF-Protein blockiert. Trametinib (Handelsname: Mekinist) ist ein MEK-Hemmer, der ein weiteres Protein im gleichen Signalweg hemmt. So soll das unkontrollierte Zellwachstum gebremst werden. Dabrafenib und Trametinib sind einzeln oder in Kombination bei bestimmten Krebserkrankungen mit BRAF-V600-Mutation bereits zugelassen. Die Kombination ist unter anderem für bestimmte Formen des Melanoms und des nicht-kleinzelligen Lungenkrebses zugelassen. Bei BRAF-V600E-mutierten hochgradigen Gliomen ist die Kombination für Kinder ab 1 Jahr zugelassen; für erwachsene Patient*innen gibt es in dieser Situation bisher keine Zulassung als Einzel- oder Kombinationstherapie. Dabrafenib wird zweimal täglich als Kapsel eingenommen, Trametinib einmal täglich als Tablette.
Ziel der vorliegenden Phase-4-Studie ist es, Patient*innen, die in einer vorhergehenden klinischen Studie mit Dabrafenib und/oder Trametinib behandelt wurden, die Weiterbehandlung zu ermöglichen und dabei die Langzeitsicherheit und -verträglichkeit zu erfassen. Die Studie ist offen (nicht verblindet), das bedeutet, dass sowohl das ärztliche Personal als auch die Patient*innen wissen, welches Medikament eingenommen wird. Die Patient*innen erhalten je nach Vortherapie entweder Dabrafenib allein, Trametinib allein oder die Kombination aus beiden Wirkstoffen. Die Studie ist auf eine Dauer von bis zu ca. 10 Jahren angelegt. Sie kann früher enden, wenn die Behandlung regulär verfügbar und erstattungsfähig ist oder ein anderes Zugangsprogramm besteht.
An der Studie können Patient*innen ab 18 Jahren teilnehmen, die im Rahmen einer früheren Studie von Novartis oder GSK aktuell mit Dabrafenib und/oder Trametinib behandelt werden und nach Einschätzung der Studienärzt*innen weiterhin von der Behandlung profitieren. Die Patient*innen müssen die Studienanforderungen einhalten können und dürfen die Behandlung in der Vorstudie nicht dauerhaft abgebrochen haben. Eine Teilnahme ist außerdem nicht möglich, wenn Dabrafenib und/oder Trametinib für die jeweilige Krebserkrankung im eigenen Land regulär verfügbar und erstattungsfähig sind.
Fakten
- Welche Erkrankung: Melanom (schwarzer Hautkrebs), nicht-kleinzelliger Lungenkrebs, hochgradiges Gliom, solide Tumoren, seltene Krebserkrankungen
- Krebsmerkmale: BRAF-V600-Mutation
- Was untersucht die Studie: Langzeitsicherheit und -verträglichkeit von Dabrafenib und/oder Trametinib bei fortgesetzter Behandlung
- Ziel der Studie: Weiterbehandlung mit Dabrafenib und/oder Trametinib ermöglichen und dabei langfristig Nebenwirkungen und Verträglichkeit erfassen
- Studiendauer: bis zu ca. 10 Jahre, die Studie kann jedoch auch früher enden, wenn die Behandlung für die jeweilige Krebserkrankung regulär verfügbar und erstattungsfähig ist oder ein anderes Zugangsprogramm besteht
- Studienmerkmale: Phase-4, nicht randomisiert, offen (nicht verblindet), Rollover-Studie (klinische Weiterbehandlung mit Langzeituntersuchung nach Abschluss der Hauptstudie)
Studienzentren
5 Studienzentren in Deutschland sind verzeichnet.
Universitätsklinikum Essen
Hufelandstrasse 55, 45147 Essen
Aktiv, nicht rekrutierendUniversitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Martinistrasse 52, 20246 Hamburg
Aktiv, nicht rekrutierendNationales Centrum für Tumorerkrankungen Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 410, 69120 Heidelberg
Aktiv, nicht rekrutierendUniversitätsklinikum Mannheim Gmbh
Mannheim
GeschlossenUniversitätsklinikum Augsburg
Rekrutierend
Diese Liste ist nach bestem Wissen zusammengestellt, aber ohne Gewähr: Sie kann unvollständig sein, und der Rekrutierungsstatus eines Zentrums kann sich jederzeit ändern.
- Dr. med. Sebastian SommerFacharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie
- PD Dr. med. Matthias FröhlichFacharzt für Innere Medizin, Immunologie, Notfallmedizin
Diese Beschreibung basiert auf dem öffentlichen Studienregister (NCT03340506) und wurde von unserer medizinischen Redaktion in verständliche Sprache übertragen. Ob eine Teilnahme für Sie infrage kommt, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.


