KRANIOPHARYNGEOM Registry 2019Rekrutierend

Beobachtungsregister für Patient*innen mit Kraniopharyngeom und verwandten Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter

Geschlecht
Frauen und Männer
Alter
0–18 Jahre
Studienart
Beobachtend
Therapielinie
Erstlinie
Phase
Phase IV

Worum geht es in dieser Studie?

Ein Kraniopharyngeom ist ein seltener, gutartiger Tumor an der Schädelbasis, zu dessen Behandlung bislang, aufgrund der geringen Fallzahl, nur begrenzte Erkenntnisse über optimale Therapieansätze und mögliche Langzeitfolgen existieren. Ziel der KRANIOPHARYNGEOM Registry 2019-Studie ist es, umfassende Daten zur Erkrankung, Behandlung und Nachsorge von Patient*innen systematisch zu erfassen. Die Studie soll helfen, die Versorgung langfristig zu verbessern, den Nutzen und die Risiken unterschiedlicher Therapien besser zu bewerten und neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu Krankheitsverlauf und Lebensqualität zu gewinnen. Teilnehmen können Patient*innen, die bis zum Alter von 18 Jahren mit einem Kraniopharyngeom diagnostiziert wurden. In Fortführung früherer Studien werden auch Patient*innen mit Xanthogranulom, Meningeom, Hypophysenadenom, Prolaktinom und zystischen intrakraniellen Fehlbildungen erfasst.

Studienablauf

Voraussetzungen

Diagnose: Kraniopharyngeom (auch Xanthogranulom, Meningeom, Hypophysenadenom, Prolaktinom und zystischen intrakraniellen Fehlbildungen)

Alter: 0–18 Jahre

Therapielinie: Erstlinie / bisher keine Therapie

Wichtige Einschlusskriterien: Maximal 18 Jahre alt zum Zeitpunkt der Diagnose

Zuteilung

Einarmige Studie

Behandlung

BeobachtungsstudieSystematische Datenerfassung zur Erkrankung, Behandlung und Nachsorge der Patient*innen

Nachbeobachtung

36 Monate

Ausführliche Beschreibung

Das Kraniopharyngeom ist ein seltener, gutartiger Tumor an der Schädelbasis, der sich aus Überresten einer embryonalen Struktur, der sogenannten Rathke-Tasche, entwickelt und vor allem bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auftritt. Obwohl der Tumor nicht bösartig ist, kann er aufgrund seiner Lage in der Nähe wichtiger Strukturen wie Sehnerven, Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) und Hypothalamus schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Dazu zählen unter anderem Sehstörungen, Hormonmangel, Gewichtszunahme oder auch kognitive und psychosoziale Einschränkungen. Die Behandlung erfordert meist eine Operation und gegebenenfalls eine Strahlentherapie, wobei die Wahl der Therapie individuell sehr unterschiedlich ausfallen kann. Kraniopharyngeome wachsen meist langsam und streuen nicht in andere Körperbereiche. Die Heilungschancen sind gut, insbesondere wenn der Tumor vollständig entfernt werden kann. Allerdings können langfristige Beschwerden wie Sehstörungen, Hormonmangel oder neurokognitive Einschränkungen bestehen bleiben. Eine engmaschige Nachsorge ist deshalb sehr wichtig.

Das Ziel der KRANIOPHARYNGEOM Registry 2019-Studie ist es, Langzeitdaten über die Behandlung, den Verlauf der Erkrankung und die Nachsorge von Patient*innen mit Kraniopharyngeom systematisch zu erfassen. Die Studie soll helfen, die Versorgung langfristig zu verbessern, den Nutzen und die Risiken unterschiedlicher Therapien besser zu bewerten und neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu Krankheitsverlauf und Lebensqualität zu gewinnen. Dazu werden die Patient*innen regelmäßig über einen Zeitraum von mindestens 3 Jahren nachbeobachtet, um zu verstehen, wie sich die Erkrankung entwickelt und welche Behandlungen am effektivsten sind. Es handelt sich um eine prospektive Beobachtungsstudie, die von mehreren deutschen Zentren durchgeführt wird. Die Studie ist beobachtend, das bedeutet, dass keine neuen Medikamente oder Therapieformen getestet werden.

Teilnehmen können Patient*innen, bei denen bis zum Alter von 18 Jahren ein Kraniopharyngeom diagnostiziert wurde. Voraussetzung ist die schriftliche Einwilligung sowohl der Eltern oder gesetzlichen Vertreter als auch der betroffenen Person selbst. In Fortführung früherer Studien werden auch Patient*innen mit Xanthogranulom, Meningeom, Hypophysenadenom, Prolaktinom und zystischen intrakraniellen Fehlbildungen erfasst.

Fakten

  1. Welche Erkrankung: Kraniopharyngeom (Xanthogranulom, Meningeom, Hypophysenadenom, Prolaktinom und zystische intrakranielle Fehlbildungen)
  2. Krebs-Merkmale: maximal 18 Jahre alt zum Zeitpunkt der Diagnose
  3. Was untersucht die Studie: Langzeitbehandlung und Nachbeobachtung von Kraniopharyngeom-Patient*innen
  4. Ziel der Studie: Verbesserung der Versorgung von Kraniopharyngeom-Patient*innen durch systematische Erfassung von Daten zur Erkrankung, Behandlungen und Nachsorge (Überlebensraten und Krankheitsverlauf)
  5. Wie lange dauert die Studie: 3 Jahre Nachbeobachtung
  6. Studienmerkmale: prospektive Beobachtungsstudie mit regelmäßiger Datenerhebung, multizentrisch in Deutschland, keine Intervention

Studienzentren

12 Studienzentren in Deutschland sind verzeichnet. Finden Sie ein Zentrum in Ihrer Nähe.

  • Universitätsklinikum Augsburg

    Stenglinstraße 2, 86156 Augsburg

    Rekrutierend
  • Universitätsklinikum Bonn

    Venusberg-Campus 1, 53127 Bonn

    Rekrutierend
  • Universitätsklinikum Erlangen

    Maximiliansplatz 2, 91054 Erlangen

    Rekrutierend
  • Universitätsklinikum Frankfurt

    Theodor-Stern-Kai 7, 60590 Frankfurt am Main

    Rekrutierend
  • Universitätsklinikum Freiburg

    Hugstetter Straße 49, 79106 Freiburg

    Rekrutierend
  • Universitätsmedizin Göttingen

    Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen

    Rekrutierend

Diese Liste ist nach bestem Wissen zusammengestellt, aber ohne Gewähr: Sie kann unvollständig sein, und der Rekrutierungsstatus eines Zentrums kann sich jederzeit ändern.

Medizinische Redaktion

  • Dr. med. Sebastian SommerFacharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie
  • PD Dr. med. Matthias FröhlichFacharzt für Innere Medizin, Immunologie, Notfallmedizin

Diese Beschreibung basiert auf dem öffentlichen Studienregister (NCT04158284) und wurde von unserer medizinischen Redaktion in verständliche Sprache übertragen. Ob eine Teilnahme für Sie infrage kommt, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.