KRYSTAL-7Rekrutierend

Zielgerichtete Therapie mit Adagrasib zusätzlich zur Immuntherapie mit Pembrolizumab bei fortgeschrittenem Lungenkrebs mit KRAS-G12C-Mutation

Geschlecht
Frauen und Männer
Alter
ab 18 Jahren
Studienart
Interventionell
Therapielinie
Erstlinie
Phase
Phase II/III

Worum geht es in dieser Studie?

Bei etwa einem Drittel der Patient*innen mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) finden sich Veränderungen im sogenannten KRAS-Gen, wobei die KRAS-G12C-Mutation besonders häufig vorkommt und inzwischen gezielt mit speziellen Medikamenten behandelt werden kann. Ziel dieser Studie ist es, die Wirksamkeit der Kombination aus Adagrasib und Pembrolizumab im Vergleich zur alleinigen Behandlung mit Pembrolizumab zu untersuchen, insbesondere hinsichtlich des Tumoransprechens sowie der Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung. Teilnehmen können Frauen und Männer ab 18 Jahren mit bisher unbehandeltem, nicht operablem oder metastasiertem NSCLC und einer nachgewiesenen KRAS-G12C-Mutation.

Studienablauf

Voraussetzungen

Diagnose: Nicht-kleinzelliger Lungenkrebs (NSCLC)

Alter: ab 18 Jahren

Therapielinie: Erstlinie / bisher keine Therapie

Wichtige Einschlusskriterien: KRAS-G12C-Mutation

Zuteilung

Einarmige Studie

Behandlung

PembrolizumabPembrolizumab (200 mg) als Infusion über einen venösen Zugang alle 3 Wochen

Nachbeobachtung

36 Monate

Ausführliche Beschreibung

Das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC) ist die häufigste Form von Lungenkrebs. Bei manchen Menschen wird eine Veränderung im KRAS-Gen gefunden, die sogenannte KRAS-G12C-Mutation. Diese Mutation führt dazu, dass Krebszellen dauerhaft Wachstumssignale erhalten und sich unkontrolliert vermehren. Standardtherapien bei fortgeschrittenem NSCLC umfassen häufig Immuntherapien wie Pembrolizumab, Chemotherapie oder Kombinationen daraus. Pembrolizumab (KEYTRUDA®) unterstützt das Immunsystem dabei, Krebszellen besser zu erkennen und anzugreifen. Adagrasib (MRTX849) ist eine zielgerichtete Therapie, die speziell die KRAS-G12C-Mutation blockiert und dadurch das Tumorwachstum bremsen soll. Pembrolizumab wird als Infusion über die Vene verabreicht, Adagrasib kann oral in Tablettenform eingenommen werden.

Ziel der vorliegenden Phase-2/3-Studie ist es, die Wirksamkeit der Kombination aus Adagrasib und Pembrolizumab im Vergleich zur alleinigen Behandlung mit Pembrolizumab zu untersuchen. Die Studie besteht aus einem Phase-2- und einem Phase-3-Teil. In Phase 2 der Studie wird untersucht, wie gut Adagrasib allein oder in Kombination mit Pembrolizumab wirkt und wie verträglich die Behandlungen sind. Dazu werden die Patient*innen in drei Kohorten eingeteilt. Patient*innen mit einer niedrigen PD-L1-Expression werden nach dem Zufallsprinzip aufgeteilt und erhalten entweder Adagrasib allein oder die Kombination aus Adagrasib und Pembrolizumab. PD-L1 ist ein Oberflächenprotein auf den Krebszellen, das an der Hemmung des Immunsystems beteiligt ist. Menschen mit einer höheren PD-L1-Expression erhalten die Kombinationstherapie. In Phase-3 der Studie wird die Kombination aus Adagrasib und Pembrolizumab direkt mit Pembrolizumab allein bei Patient*innen mit KRAS-G12C-Mutation und hoher PD-L1-Expression verglichen. Dabei wird untersucht, ob die Kombinationstherapie besser wirkt, wie gut sie verträglich ist, wie lange die Erkrankung unter Kontrolle bleibt und welchen Einfluss die Behandlung auf die Lebensqualität hat. Die Studie ist nicht verblindet (offen), das bedeutet, dass sowohl die Patient*innen als auch die behandelnden Ärzt*innen wissen, welche Therapie gegeben wird. Hauptziel der Studie ist es, zu prüfen, ob die Kombinationstherapie das Fortschreiten der Erkrankung verzögern und das Überleben verbessern kann.

Teilnehmen können Patient*innen mit fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC mit KRAS-G12C-Mutation, die bisher noch keine medikamentöse Behandlung gegen die fortgeschrittene Erkrankung erhalten haben. Patient*innen mit aktiven oder bestimmten unbehandelten Hirnmetastasen, Hirnstammbefall, häufigen Krampfanfällen oder neurologischen Beschwerden durch Hirnmetastasen können nicht an der Studie teilnehmen. Ebenfalls ausgeschlossen sind Menschen, die wegen Hirnmetastasen höhere Dosen Kortison benötigen oder innerhalb der letzten sechs Monate eine hochdosierte Bestrahlung der Lunge erhalten haben.

Fakten

  1. Welche Erkrankung: nicht-kleinzelliger Lungenkrebs (NSCLC)
  2. Krebsmerkmale: fortgeschritten oder metastasiert, KRAS-G12C-Mutation, unbehandelt, teilweise PD-L1-Expression erforderlich
  3. Was untersucht die Studie: Adagrasib + Pembrolizumab im Vergleich zu Pembrolizumab allein
  4. Ziel der Studie: Prüfen, ob die Kombination das Tumorwachstum länger kontrollieren kann (Ansprechrate und progressionsfreies Überleben)
  5. Wie lange dauert die Studie: Phase-2 etwa 22 Monate, Phase-3 etwa 36 Monate; Gesamtstudie bis ca. 2032
  6. Studienmerkmale: internationale Phase-2/3-Studie mit mehreren Behandlungsgruppen, randomisiert, nicht verblindet (offen)

Studienzentren

40 Studienzentren in Deutschland sind verzeichnet. Finden Sie ein Zentrum in Ihrer Nähe.

  • Klinikum St. Marien Amberg

    Mariahilfbergweg 7, 92224 Amberg

    Rekrutierend
  • Universitätsklinikum Augsburg

    Stenglinstrasse 2, 86156 Augsburg

    Rekrutierend
  • Hochtaunus-Kliniken

    Zeppelinstrasse 20, 61352 Bad Homburg

    In Vorbereitung
  • Local Institution - 007-2231

    14089 Berlin

    In Vorbereitung
  • Stadtisches Klinikum Braunschweig - Celler Strasse 38

    38114 Braunschweig

    Rekrutierend
  • Städtisches Klinikum Braunschweig gGmbH

    Celler Strasse 38, 38114 Braunschweig

    Status unbekannt

Diese Liste ist nach bestem Wissen zusammengestellt, aber ohne Gewähr: Sie kann unvollständig sein, und der Rekrutierungsstatus eines Zentrums kann sich jederzeit ändern.

Medizinische Redaktion

  • Dr. med. Sebastian SommerFacharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie
  • PD Dr. med. Matthias FröhlichFacharzt für Innere Medizin, Immunologie, Notfallmedizin

Diese Beschreibung basiert auf dem öffentlichen Studienregister (NCT04613596) und wurde von unserer medizinischen Redaktion in verständliche Sprache übertragen. Ob eine Teilnahme für Sie infrage kommt, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.