Zwei neue CAR-T-Zell-Medikamente zur Behandlung von vorbehandelten B-Zell-Lymphomen
- Geschlecht
- Frauen und Männer
- Alter
- ab 18 Jahren
- Studienart
- Interventionell
- Therapielinie
- Rezidiv / refraktär
- Phase
- Phase I
Worum geht es in dieser Studie?
B-Zell-Lymphome sind bösartige Erkrankungen des Lymphsystems, welche standardmäßig mit einer Immunchemotherapie behandelt werden. Wenn die Erkrankung hierauf nicht anspricht (refraktär) oder wieder aktiv wird (Rezidiv), kommen neue Therapiemöglichkeiten wie CAR-T-Zellen zum Einsatz. Diese Studie untersucht die Sicherheit und Wirksamkeit der neuen CAR-T-Zell-Medikamente KITE-363 und KITE-753. Frauen und Männer ab 18 Jahren mit refraktärem/rezidiviertem B-Zell-Lymphom können an dieser Studie teilnehmen.
Studienablauf
Voraussetzungen
Diagnose: B-Zell-Lymphom
Alter: ab 18 Jahren
Therapielinie: Rezidiv / primär refraktär
Wichtige Einschlusskriterien: vorbehandelte Erkrankung, keine Beschränkung auf bestimmte Lymphomtypen
Zuteilung
Sequenzielle Zuweisung
Behandlung
Nachbeobachtung
Diagnose: B-Zell-Lymphom
Alter: ab 18 Jahren
Therapielinie: Rezidiv / primär refraktär
Wichtige Einschlusskriterien: vorbehandelte Erkrankung, keine Beschränkung auf bestimmte Lymphomtypen
Sequenzielle Zuweisung
Ausführliche Beschreibung
B-Zell-Lymphome sind eine Form der Non-Hodgkin-Lymphome und betreffen B-Lymphozyten, eine Unterform der weißen Blutzellen, die zum Immunsystem gehören. Das B-Zell-Lymphom ist ein Überbegriff für verschiedene bösartige Erkrankungen des Lymphsystems, und zu den Symptomen zählen unter anderem geschwollene Lymphknoten, eine vergrößerte Milz, Fieber, Nachtschweiß und eine Gewichtsabnahme. Die genauen Ursachen für diese Erkrankungen sind noch nicht vollständig verstanden, aber genetische Mutationen und Infektionen können eine Rolle spielen. Patient*innen mit neu aufgetretenem B-Zell-Lymphom werden in der Regel mit einer Immunchemotherapie behandelt; auch eine Strahlentherapie kommt in gewissen Situationen zum Einsatz. Ist die Erkrankung unter der Therapie nicht kontrollierbar (refraktär) oder kommt es zu einem Rezidiv, erfolgt eine Umstellung der Therapie. Hierbei stellt die CAR-T-Zelltherapie eine neuartige Behandlungsoption dar. Im Rahmen dieser Therapie werden den Patient*innen körpereigene Immunzellen (T-Zellen) entnommen und künstlich so verändert, dass sie das Immunsystem dabei unterstützen, die Krebszellen zu erkennen und zu zerstören, sobald sie den Patient*innen wieder über eine Vene zurückgegeben werden. Zu CAR-T-Zellen wurden in den vergangenen Jahren bereits verschiedene Studien durchgeführt, wobei das Grundprinzip im Wesentlichen immer das Beschriebene ist.
Ziel der vorliegenden Phase-1-Studie ist es, die Wirksamkeit, Sicherheit und optimale Dosis der Medikamente KITE-363 und KITE-753 zu untersuchen. Es handelt sich hierbei um 2 verschiedene CAR-T-Zell-Medikamente, die in ihrer Funktionsweise nahezu identisch sind. Beide Medikamente sind bisher noch nicht zugelassen. In der Phase 1a der Studie erhalten die Patient*innen zunächst eine Chemotherapie mit Cyclophosphamid und Fludarabin. Anschließend erhalten die Patient*innen entweder KITE-363 oder KITE-753, jeweils als Einzeldosis in einer vorher definierten Dosis (Dosis-Eskalation). Je nach Verträglichkeit wird die Dosis für die nachfolgenden Patient*innen erhöht. Die hierbei ermittelte optimale Dosis der Wirkstoffe wird in Phase 1b (Dosis-Expansion) in einer größeren Gruppe untersucht. Die Studie ist nicht verblindet (offen), d. h. ärztliches Personal und Patient*in wissen, welches Medikament eingenommen wird. Die Gabe der CAR-T-Zellen erfolgt einmalig. Nachkontrollen im Rahmen der Studie erfolgen für bis zu 15 Jahre, in denen die Wirksamkeit der Therapie und das Auftreten von Nebenwirkungen durch die verschiedenen Medikamente untersucht werden. Entscheidend ist, ob oder wann die Erkrankung unter Therapie wieder fortschreitet. Der primäre Endpunkt in Phase 1a der Studie ist das Auftreten von dosislimitierenden Nebenwirkungen nach bis zu 28 Tagen. Der primäre Endpunkt in Phase 1b ist die Ansprechrate auf die Therapie.
Frauen und Männer ab 18 Jahren mit einem B-Zell-Lymphom können an dieser Studie teilnehmen. Die Unterform des B-Zell-Lymphoms ist nicht weiter vorgegeben. Die Erkrankung muss vorbehandelt sein und dabei refraktär sein oder ein Rezidiv aufzeigen. Es darf kein Befall des zentralen Nervensystems vorliegen und die Patient*innen dürfen zuvor nicht mittels Stammzelltransplantation behandelt worden sein.
Fakten
- Welche Erkrankung: B-Zell-Lymphom (verschiedene Subtypen können eingeschlossen werden).
- Krebs-Merkmale: vorbehandelt, Rezidiv oder refraktär.
- Was untersucht die Studie: Dosis, Sicherheit und Wirksamkeit von zwei neuen CAR-T-Zell-Medikamenten (KITE-363 und KITE-753).
- Ziel der Studie: Bestimmung der optimalen Dosis und Bewertung der Wirkung der CAR-T-Zell-Medikamente KITE-363 und KITE-753.
- Wie lange dauert die Studie: einmalige Gabe der CAR-T-Zellen, Beobachtung bis zu 15 Jahre.
- Studienmerkmale: Phase 1 (1a Dosis-Eskalation, 1b Dosis-Expansion), zwei experimentelle Arme (KITE-363 oder KITE-753), keine Verblindung (offen).
Studienzentren
1 Studienzentrum in Deutschland ist verzeichnet.
Universitätsklinikum Würzburg
97080 Würzburg
Rekrutierend
Diese Liste ist nach bestem Wissen zusammengestellt, aber ohne Gewähr: Sie kann unvollständig sein, und der Rekrutierungsstatus eines Zentrums kann sich jederzeit ändern.
- Dr. med. Sebastian SommerFacharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie
- PD Dr. med. Matthias FröhlichFacharzt für Innere Medizin, Immunologie, Notfallmedizin
Diese Beschreibung basiert auf dem öffentlichen Studienregister (NCT04989803) und wurde von unserer medizinischen Redaktion in verständliche Sprache übertragen. Ob eine Teilnahme für Sie infrage kommt, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.


