PROCARERekrutierend

Langzeitbeobachtung zur Therapie von rückfälligem und metastasiertem Prostatakrebs (PROCARE)

Geschlecht
Männer
Alter
ab 18 Jahren
Studienart
Beobachtend
Therapielinie
alle
Phase

Worum geht es in dieser Studie?

Prostatakrebs kann nach einer erfolgreichen Erstbehandlung zurückkehren (Rezidiv) oder sich in andere Körperteile ausbreiten (metastasieren). Um die Behandlung solcher Krankheitsverläufe besser zu verstehen und langfristig zu verbessern, ist es wichtig, Daten aus dem Behandlungsalltag systematisch zu erfassen. Ziel der PROCARE-Registerstudie ist es, den Krankheitsverlauf und die Therapie von Patienten mit wiederkehrendem oder metastasiertem Prostatakrebs über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Teilnehmen können Männer ab 18 Jahren, bei denen ein Rückfall oder Metastasen nach erfolgreicher Ersttherapie mit Operation, Bestrahlung oder Antihormontherapie festgestellt wurden, oder bei denen ein neuer metastasierter Prostatakrebs besteht und die eine neue systemische Therapie beginnen oder kürzlich begonnen haben.

Studienablauf

Voraussetzungen

Diagnose: Prostata-Ca

Alter: ab 18 Jahren

Therapielinie: Rezidiv / primär refraktär

Wichtige Einschlusskriterien: biochemisches Rezidiv; nicht-metastasierter kastrationsresistenter Krebs;  metastasierter hormonsensitiver Krebs; oder metastasierter kastrationsresistenter Krebs 

Zuteilung

Einarmige Studie

Behandlung

Registerstudie Beobachtung von Behandlungsabläufen, Krankheitsverlauf und Lebensqualität im Versorgungsalltag; Dokumentation der Routineversorgung und Erfassung der Patientendaten mittels Fragebögen alle 3-6 Monate

Nachbeobachtung

84 Monate

Ausführliche Beschreibung

Prostatakrebs ist eine der häufigsten Krebsarten bei Männern. Nach einer lokalen Behandlung wie Operation oder Bestrahlung kann der Krebs erneut auftreten, was oft zuerst durch einen Anstieg des PSA-Wertes im Blut (biochemisches Rezidiv) bemerkt wird. Wenn dieser Krebs trotz der lokalen Behandlung und eventuell weiterer Maßnahmen nicht kontrolliert werden kann, erfordert dies in der Regel eine systemische Behandlung. Diese besteht zunächst in der Senkung des Testosteronspiegels (Antihormontherapie). Da das Testosteron für das Wachstum von Prostatakrebszellen notwendig ist, möchte man so deren Wachstum verlangsamen. In manchen Fällen entwickelt sich der Krebs trotzdem weiter, obwohl der Testosteronspiegel durch Medikamente gesenkt wird, dann spricht man von einem sogenannten kastrationsresistenten Prostatakrebs, oder er breitet sich in andere Organe aus (metastasiert). Je nach Stadium und Verlauf gibt es dann unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten.

Die PROCARE-Studie ist eine sogenannte Registerstudie. Das bedeutet, dass keine neuen Medikamente getestet werden, sondern die im normalen Klinikalltag angewendeten Therapien und deren Ergebnisse dokumentiert werden. Ziel ist es, ein genaues Bild davon zu bekommen, welche Behandlungen in Deutschland unter realen Bedingungen eingesetzt werden, wie wirksam sie sind und wie gut sie vertragen werden. Dabei werden die Patienten in vier Gruppen (Kohorten) eingeteilt: 1. Patienten mit einem erneuten PSA-Anstieg nach einer lokalen Behandlung (biochemisches Rezidiv) 2. Patienten mit kastrationsresistentem Prostatakrebs, der noch nicht gestreut hat 3. Patienten mit metastasiertem Prostatakrebs, der noch nicht mit einer Hormontherapie behandelt wurde (hormonsensitiv) 4. Patienten mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakrebs (spricht nicht auf Hormontherapie an) Im Rahmen der Studie werden regelmäßig Daten zum Krankheitsverlauf, zu den durchgeführten Therapien und zu Nebenwirkungen erfasst. Zusätzlich füllen die Patienten Fragebögen zu ihrer Lebensqualität aus. Auch Blutproben können gesammelt werden, um mögliche Zusammenhänge zwischen bestimmten biologischen Merkmalen (Biomarkern) und dem Krankheitsverlauf zu untersuchen. Die Beobachtung läuft bis zu sieben Jahre.

Teilnehmen können Männer ab 18 Jahren, die einen rezidivierten oder metastasierten Prostatakrebs haben und eine neue medikamentöse Therapie beginnen oder kurz davorstehen (bis zu 4 Wochen nach Start). Eine Teilnahme ist nicht möglich, wenn schwere Begleiterkrankungen vorliegen, die eine Beobachtung erschweren.

Fakten

  1. Welche Erkrankung: Prostatakrebs (Rezidiv oder Metastasen)
  2. Krebs-Merkmale: biochemisches Rezidiv, nicht-metastasierter kastrationsresistenter Krebs, metastasierter hormonsensitiver Krebs oder metastasierter kastrationsresistenter Krebs
  3. Was untersucht die Studie: Beobachtung von Behandlungsabläufen, Krankheitsverlauf und Lebensqualität im Versorgungsalltag
  4. Ziel der Studie: Gewinnung von Erkenntnissen zur Optimierung der Versorgung und zum besseren Verständnis der Erkrankung unter realen Bedingungen
  5. Wie lange dauert die Studie: Langzeitbeobachtung über durchschnittlich 7 Jahre
  6. Studienmerkmale: Prospektive Registerstudie (Beobachtungsstudie), keine vorgegebene Studienmedikation, Dokumentation der Routineversorgung

Studienzentren

86 Studienzentren in Deutschland sind verzeichnet. Finden Sie ein Zentrum in Ihrer Nähe.

  • Universitätsklinikum Aachen AöR

    52074 Aachen

    Rekrutierend
  • Universitätsklinikum Augsburg

    Stenglinstraße 2, 86156 Augsburg

    Rekrutierend
  • Universitätsklinikum Augsburg, Klinik für Urologie

    Augsburg

    Status unbekannt
  • Medical Office for Urology

    50968 Bayenthal

    Rekrutierend
  • Studienzentrum

    Bayenthal

    Status unbekannt
  • Klinikum Bayreuth GmbH

    95445 Bayreuth

    Rekrutierend

Diese Liste ist nach bestem Wissen zusammengestellt, aber ohne Gewähr: Sie kann unvollständig sein, und der Rekrutierungsstatus eines Zentrums kann sich jederzeit ändern.

Medizinische Redaktion

  • Dr. med. Sebastian SommerFacharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie
  • PD Dr. med. Matthias FröhlichFacharzt für Innere Medizin, Immunologie, Notfallmedizin

Diese Beschreibung basiert auf dem öffentlichen Studienregister (NCT06835218) und wurde von unserer medizinischen Redaktion in verständliche Sprache übertragen. Ob eine Teilnahme für Sie infrage kommt, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.