TRIANGLERekrutierend

Vergleich von 3 bereits zugelassenen Therapieschemata bei Mantelzelllymphom mit der Frage: Welches ist das Beste?

Geschlecht
Frauen und Männer
Alter
18–65 Jahre
Studienart
Interventionell
Therapielinie
Erstlinie
Phase
Phase III

Worum geht es in dieser Studie?

Das Mantelzell-Lymphom (MCL) ist eine bösartige Erkrankung von Zellen des Lymphsystems. Die Therapie des MCL umfasst in der Regel eine Kombination aus Chemotherapie, Immuntherapie und autologer Stammzelltransplantation. Ziel der TRIANGLE-Studie ist es, die Wirksamkeit und Sicherheit von 3 bereits etablierten Behandlungsschemata miteinander zu vergleichen. Patient*innen zwischen 18 und 65 Jahren mit MCL können an dieser Studie teilnehmen, wenn noch keine Behandlung stattgefunden hat.

Ausführliche Beschreibung

Das Mantelzell-Lymphom (MCL) ist eine bösartige Erkrankung der Lymphozyten, einer Unterform der weißen Blutzellen, die zum Körper-Abwehrsystem gehören. Betroffen sind sog. B-Lymphozyten, das MCL wird den Non-Hodgkin-Lymphomen zugerechnet. Das MCL fällt zumeist durch vergrößerte Lymphknoten, eine vergrößerte Milz und eine erhöhte Anzahl an Lymphozyten im Blut auf. Die Krebszellen können, neben den Lymphknoten, auch im Knochenmark und beispielsweise im Darm auftreten. Die Ursachen für die Entstehung eines MCL sind weitgehend unbekannt, jedoch spielen genetische Veränderungen eine Rolle. Eine Behandlung wird nötig, wenn der Patient*in Beschwerden entwickelt oder das MCL klar fortschreitend ist. Die Therapie richtet sich dann nach Alter und der körperlichen Verfassung der betroffenen Patient*innen. In der Regel kommen bei jungen Patient*innen Chemotherapeutika (Standard-Schema: CHOP, DHAP) und der Antikörper Rituximab zum Einsatz. Studien zeigen, dass die Kombination mit dem bereits zugelassenen Tyrosinkinasehemmer Ibrutinib oder einer autologen Stammzelltransplantation das Behandlungsergebnis zusätzlich verbessern können. Bei der autologen Stammzelltransplantation werden den Patient*innen zunächst körpereigen Stammzellen der Blutbildung entnommen, anschließend erfolgt eine sehr intensive Chemotherapie, bevor die Zellen den Patient*innen wieder zurückgegeben werden (über eine Vene), um sich von der intensiven Chemotherapie zu erholen. Bisher ist nicht klar, welches der typischen Therapieschema die beste Behandlung darstellt.

Ziel der vorliegenden Phase-3-Studie ist es, die Wirksamkeit und Sicherheit von 3 bereits etablierten Behandlungsschemata des MCL zu untersuchen. Die Teilnehmer*innen werden im Rahmen der Studie zufällig (randomisiert) in 3 Gruppen eingeteilt. Gruppe 1 erhält abwechselnd die Immunchemotherapie mit R-CHOP und R-DHAP gefolgt von einer autologen Stammzelltransplantation. Gruppe 2 erhält abwechselnd die Immunchemotherapie mit R-CHOP + zusätzlich Ibrutrinib und R-DHAP gefolgt von einer autologen Stammzelltransplantation und einer Erhaltungstherapie mit Ibrutinib. Gruppe 3 erhält abwechselnd die Immunchemotherapie mit R-CHOP + Ibrutrinib und R-DHAP und im Anschluss eine Erhaltungstherapie mit Ibrutinib. Gruppe 3 erhält keine Stammzelltransplantation. Die Studie ist nicht verblindet, d.h. ärztliches Personal und Patient*in wissen, welche Medikamente eingenommen werden. Die Behandlungen und Nachuntersuchungen im Rahmen der Studie erfolgen für bis zu 10 Jahre, in denen die Wirksamkeit der Therapien und das Auftreten von Nebenwirkungen durch die verschiedenen Medikamente untersucht werden.

Patient*innen zwischen 18 und 65 Jahren mit Mantelzell-Lymphom können an dieser Studie teilnehmen. Die Erkrankung darf nicht vorbehandelt sein und muss das Stadium 2-4 aufweisen.

Fakten

  1. Welche Erkrankung: Mantelzell-Lymphom (MCL)
  2. Krebs-Merkmale: unbehandelt, Stadium 2-4
  3. Was untersucht die Studie: Vergleich der Wirksamkeit und Nebenwirkungen von 3 bereits zugelassenen Behandlungsschemata
  4. Ziel der Studie: Festlegung einer neuen Standardtherapie basierend auf dem Vergleich der 3 Behandlungsgruppen
  5. Wie lange dauert die Studie: bis zu ca. 10 Jahre
  6. Studienmerkmale: Phase-3, randomisiert, nicht verblindet

Studienzentren

91 Studienzentren in Deutschland sind verzeichnet. Finden Sie ein Zentrum in Ihrer Nähe.

  • Universitätsklinikum Augsburg

    Stenglinstrasse 2, 86156 Augsburg

    Aktiv, nicht rekrutierend
  • Zentralklinik Augsburg, II. Med. Klinik, Hämatologie int. Onkologie

    86156 Augsburg

    Rekrutierend
  • Onkologische Gemeinschaftspraxis Dr. Janssen/Dr. Reichert in der Ubbo-Emmius-Klinik

    26603 Aurich

    Rekrutierend
  • Klinikum Bayreuth, Klinik f. Onkologie und Hämatologie

    95445 Bayreuth

    Rekrutierend
  • Charité – Universitätsmedizin Berlin

    Hindenburgdamm 30, 12203 Berlin

    Status unbekannt
  • Charité Univ.-Medizin Berlin, Med. Klinik - Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie

    12200 Berlin

    In Vorbereitung

Diese Liste ist nach bestem Wissen zusammengestellt, aber ohne Gewähr: Sie kann unvollständig sein, und der Rekrutierungsstatus eines Zentrums kann sich jederzeit ändern.

Medizinische Redaktion

  • Dr. med. Sebastian SommerFacharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie
  • PD Dr. med. Matthias FröhlichFacharzt für Innere Medizin, Immunologie, Notfallmedizin

Diese Beschreibung basiert auf dem öffentlichen Studienregister (NCT02858258) und wurde von unserer medizinischen Redaktion in verständliche Sprache übertragen. Ob eine Teilnahme für Sie infrage kommt, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.