Neue Mausmodelle bilden unterschiedliche Formen der AML besser ab
Forschende haben aus Patientenproben 23 besonders stabile Leukämiemodelle ausgewählt. Versuche an Mäusen sind keine Behandlung für Menschen.
Eine am 5. Oktober 2026 veröffentlichte Studie beschreibt Modelle der akuten myeloischen Leukämie (AML), einer aggressiven Blutkrebserkrankung. Leukämiezellen aus mehr als 100 Patientenproben wurden in Mäuse mit eingeschränktem Immunsystem transplantiert. Daraus wählte das Team 23 Modelle aus, die sich wiederholt übertragen, einfrieren und genetisch verändern lassen. Einige stehen für AML-Formen, für die es keine etablierten Zelllinien gibt, darunter Veränderungen in den Genen IDH1 oder IDH2 und die Kombination aus einer NPM1-Mutation und FLT3-ITD.
Diese Modelle bewahrten genetische Merkmale, Genaktivität und Oberflächenmerkmale der ursprünglichen Proben besser als übliche Zelllinien. In den Mäusen sprach die Leukämie je nach Modell sehr unterschiedlich auf Chemotherapie an. Nach wiederholter Behandlung mit dem Chemotherapeutikum Cytarabin über etwa ein Jahr zeigte sich keine offensichtliche Resistenz, die überlebenden Zellen wuchsen aber langsamer. Das sind Beobachtungen im Tiermodell. Sie sagen nicht, welche Therapie einem einzelnen Menschen hilft.
Quellen
- Neue Plattform mit Patienten-abgeleiteten AML-Modellen für die translationale Forschung (öffnet in neuem Tab) · Deutsches Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK) · Abgerufen am
