Glioblastom: Ein Protein bremst die Anpassung von Tumorzellen
In Laborversuchen schränkte das Protein MYT1L ein, wie leicht Zellen dieses aggressiven Hirntumors ihren Zustand wechseln können.
Ein internationales Team mit Beteiligung des Deutschen Krebsforschungszentrums hat in zwölf Glioblastomen untersucht, welche Gene in den einzelnen Zellen aktiv sind. Die Daten aus mehr als einer Million Zellen zeigen, dass Tumorzellen nach erkennbaren Mustern zwischen verschiedenen Zuständen wechseln. Solche Wechsel können dazu beitragen, dass ein Tumor weniger empfindlich auf eine Behandlung reagiert.
In Versuchen mit Zellen aus Patiententumoren schaltete das Protein MYT1L Gene ab, die einen Zustandswechsel begünstigen. In Mäusen wuchsen Tumoren mit erhöhter MYT1L-Aktivität langsamer und drangen weniger weit in das umliegende Gewebe ein. Die Studie erschien am 4. November 2026 in Nature. Ob sich dieser Mechanismus für eine Behandlung beim Menschen nutzen lässt, muss weiter erforscht werden.
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Quellen
- Molekularer Wächter bremst die Anpassungsfähigkeit aggressiver Hirntumorzellen (öffnet in neuem Tab) · Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) · Abgerufen am